Die Machbarkeitsuntersuchung „BiomassMon“ kommt zu dem Schluss: Der Satellitendaten-Einsatz zur Erfassung von energetischen Biomassepotenzialen aus der Landschaftspflege macht Sinn!
Source: BiomassMon

Der Münsteraner Geoinformations-Dienstleister EFTAS GmbH, das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT aus Oberhausen sowie das Institut für Photogrammetrie und Geoinformation der Leibniz Universität Hannover untersuchen die Möglichkeiten der Entwicklung eines fernerkundungsbasierten Biomasse-Erfassungs- und -monitoringsystems.
Aufgrund des steigenden und nicht abgedeckten Bedarfs an aktuellen Planungsdaten nimmt der Projektverbund Simulationsdaten zum kommenden Sentinel 2-System unter die Lupe. Der Charme des Sentinel-Systems: Die Daten werden als Bestandteil des europäischen Copernicus-Programms kostenfrei zur Verfügung stehen. Ferner bieten die Sensoren neuartige spektrale Auflösungen und das System nimmt kontinuierlich mit kurzen Überfliegungsabständen auf. Damit werden neue technische Möglichkeiten sowie Anwendungsoptionen eröffnet, wo Datenkosten zuvor einen wirtschaftlichen Einsatz von Fernerkundung nicht zuließen.
Vor diesem Hintergrund werden in BiomassMon die Einsatzmöglichkeiten des Systems zum Monitoring von energetisch nutzbaren Biomassepotenzialen aus der Landschaftspflege untersucht. Denn wenn Biomasse optimal genutzt werden soll, muss ein nachhaltiges Ressourcenmanagement betrieben werden, das alle Potenziale einschließt. Bisher werden Biomassepotenziale aus der Pflege von Landschaftselementen, wie Hecken oder Uferrandstreifen, aufgrund mangelnder Informationen zu Menge, Qualität und Verfügbarkeit der Biomasse nur unzureichend energetisch verwertet.
Die Zwischenergebnisse von BiomassMon belegen, dass Daten von Sentinel 2 trotz der geometrischen Auflösung von zehn und mehr Metern Kantenlänge pro Pixel zum Monitoring schmaler linearer Landschaftselemente wie Hecken verwendet werden können. Mit der Nutzung von Fernerkundungsdaten sind somit hochaktuelle Informationen für die wirtschaftlich rentable und ökologisch verträgliche Biomassenutzung von bislang unerschlossenen Potenzialflächen bereitzustellen.
Die Untersuchungen werden bis Ende 2015 weitergeführt. Der Fokus liegt auf der Integration der neuen Datenbasis in GIS-basierte Stoffstrom- und Prognosemodelle, um nutzerorientierte Anwendungsfälle zur Standortfindung beantworten zu können..
Adressaten sind neben der Politik und der Energiewirtschaft insbesondere regionale Akteure, wie Planungsbehörden und Projektentwickler. Involvierte Nutzer sind die Energieagentur.NRW mit ihrem Netzwerk Biomasse, der Kreis Steinfurt und die Regionale Planungsgemeinschaft Altmark.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .