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Datenerfassung und -übernahmeOrganisatorische Aspekte |
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Organisatorische
Aspekte
Organisatorische Änderungen
Wie bereits ausgeführt erfordert insbesondere die Datenersterfassung einen höheren Arbeitseinsatz und somit einen erhöhten Personaleinsatz. Es ergeben sich organisatorische Änderungen. Die zu erfassenden Daten müssen zusammengesucht, aufbereitet und den Mitarbeitern an den graphisch-interaktiven Arbeitsplätzen bereitgestellt werden. Eine Prüfung der erfaßten Daten hat zu erfolgen. Bei Einsatz externer Kräfte muß die erbrachte Leistung abgerechnet werden. Daneben ist die Systemadministration (Einrichten von Benutzern, Datensicherung, ...) organisatorisch zu berücksichtigen.
Der Aufwand der Ersterfassung ist in hohem Maße von Art, Inhalt und Umfang der vorliegenden Informationenen abhängig. Die Erfahrung von Stellen, die mit dem Aufbau eines GIS begonnen haben, zeigen, daß die Erfassungsunterlagen in der Regel fehlerhaft, unvollständig und nicht aktuell sind. Sie können Widersprüche enthalten, deren Klärung entsprechend Zeit benötigt. Da eine Aufbereitung am graphisch-interaktiven Arbeitsplatz zumeist kostenintensiv ist, kann es wirtschaftlich sein, die Datenaufbereitung in einem gesonderten Arbeitsgang, beispielsweise durch Vorkartierung, vorab zu erledigen. Die Vorkartierung kann besonders in den Fällen angezeigt sein, in denen das vorhandene Personal nicht vollständig an die digitalen Arbeitsplätzen überwechselt, sondern über längere Zeit mit den herkömmlichen Verfahren weiterarbeiten wird.
Mit der Festlegung der Datenquellen, der Erfassungsmethoden und der
Übernahmeverfahren müssen auch eine Priorisierung und eine zeitliche
Einordnung erfolgen (vgl. Tabelle). Die Planung hat so zu erfolgen, daß
unter Berücksichtigung der in einzelnen Zeitabschnitten verfügbaren
Finanzmittel und personellen Ressourcen eine frühzeitige Nutzung der
Daten – und somit eine frühzeitige Akzeptanz des Systems – erreicht
wird. Die Priorisierung der Datenerfassung kann auch gebietsweise erfolgen
(z.B. Neubaugebiete, Kernstadt, ...).
| Stufe 1: | • Scannen des gesamten Planwerks (soweit nicht digital vorliegend),
• Einrichten eines georeferenzierten Archivs der gescannten Pläne; |
| Stufe 2: | • Fortführung rasterbasiert oder vektoriell mit Retouchierung
der Rasterdaten,
• Auskunftsbereitstellung rasterbasiert oder hybrid; |
| Stufe 3: | • Raster-Vektor-Konvertierung der georeferenzierten Rasterdaten, beginnend mit Gebieten hoher Priorität; |
| Stufe 4: | • Aufbereitung alphanumerischer Daten,
• Ergänzen oder Verknüpfen der Graphik mit alphanumerischen Datensätzen. |
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© Franz-Josef Behr