LUBW_UDO

Der Daten- und Kartendienst “Umwelt-Daten und -Karten Online” (UDO), den die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) auf Basis der Disy-Software Cadenza Web betreibt, bietet Zugang zu umfangreichen Umweltdaten. Seit April 2017 bereichern Stickstoffdaten das Portal.

Seit 2006 bietet das Umweltinformationssystem (UIS) Baden-Württemberg mit dem Internet-Dienst „Umwelt-Daten und -Karten Online“ – kurz UDO (http://udo.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/) im Sinne des Landesumweltinformationsgesetzes allen Bürgern freien Zugang zu aktuellen Umweltinformationen. Dieser dynamische Dienst, den die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) technologisch auf Basis der Software Cadenza Web der Disy Informationssysteme GmbH betreibt, zählt in Deutschland zu den umfangreichsten Rechercheportalen für Umweltdaten.

Stickstoffdaten ergänzt

Der hier zusammengeführte Schatz thematisch gegliederter Daten- und Kartenbestände stammt aus den Mess- und Untersuchungsprogrammen der LUBW sowie aus dem Informationsverbund der kommunalen und staatlichen Umweltdiennststellen des Landes Baden-Württemberg. Dadurch kann der Anwender die für seine Fragestellung benötigten Geo- und Sachdaten übersichtlich und schnell miteinander kombinieren und Zusammenhänge durch die gemeinsame Darstellung in Karten oder Diagrammen besser erkennen.

Seit April 2017 bereichern nun Stickstoffdaten das Portal. Die hohen Einträge von Stickstoffverbindungen unter anderem aus der Landwirtschaft belasten Umwelt und Gesundheit auf vielfältige Weise. Sie tragen durch Eutrophierung und Versauerung zum Verlust von Biodiversität bei und belasten die menschliche Gesundheit durch Nitrat in Trinkwasser und Nahrungsmitteln. Deshalb muss bei der Planung und Zulassung von Straßen, Kraftwerken, Tierhaltungsbetrieben, und sonstigen Anlagen der Stickstoffeintrag in empfindliche Ökosysteme bewertet werden. Mit Bereitstellung der Karten “Ammoniak-Hintergrundkonzentration”, “Stickstoff-Hintergrunddeposition” und “Überschuss nach der Stickstoff-Hoftorbilanz” erweitert die LUBW ihr vorhandenes Datenangebot zur Stickstoffvorbelastung und stellt damit Planern wichtige Datengrundlagen zur Verfügung.

Neue Karten und Abfragemöglichkeiten

Neben den Stickstoffdaten hat die LUBW in diesem Jahr außerdem die Abfrage „Lebensraumtyp Erfassungseinheit“ veröffentlicht, die unter dem Thema „Natur und Landschaft“ im Ordner „Natura 2000“ unter „Managementpläne“ zu finden ist. Ebenso stehen die Karten „Hochwasserrisikokarte“ und „Hochwasserrisikobewertungskarte“ unter dem Thema „Wasser“ im Ordner „Hochwasserrisikomanagement“ bereit.

Aber nicht nur inhaltlich bauen die Mitarbeiter der LUBW das Portal kontinuierlich weiter aus. Sie erweitern es auch funktionell, um den Bedienkomfort weiter zu optimieren. So reichen Erfahrungen beispielsweise mit Google Maps vollkommen aus, um die UDO-Plattform zu bedienen. Über die neue Permalink-Funktion können dauerhafte Verweise auf die aktuelle Abfrage oder den gerade sichtbaren Kartenausschnitt erstellt werden. Des Weiteren bietet UDO eine landesweite Ortssuche nach Flurstücken durch Eingabe von Gemeinde und Flurstücknummer, wenn in der Karte Flurstücke angezeigt werden. Daneben wurde die Legendenkomponente durch Verschieben von Themen per „Drag & Drop“ und Platzeinsparung in der vertikalen Ausrichtung optimiert. In allen Karten erfolgte die Umstellung auf eine gekachelte und damit schnellere Darstellung der Themen „Hintergrundkarte“ und „Digitales Orthophoto“ durch Einsatz von „Web Map Tile Services“ (WMTS).

Steigende Nutzerzahlen

An den steigenden Nutzerzahlen merkt die LUBW, dass das Portal sehr gut angenommen wird und die Nachfrage der Öffentlichkeit nach Umweltinformationen nach wie vor hoch ist. Auch wenn mit der aktuellen Version schon viel erreicht wurde, gibt es konkrete Ideen, um UDO weiterhin zu optimieren. So soll beispielsweise im Sommer das Portal auf die neueste Version von Cadenza Web umgestellt werden, um somit neue Features wie einen verbesserten mobilen Zugang mit Smartphones und Tablets durch die Unterstützung von responsivem Design und einer Touch-Bedienung für alle Anwender bereitzustellen.

Die Möglichkeit für Bürgerinnen und Bürger, Umweltdaten sofort und jederzeit abrufen zu können, zeigt, dass in Baden-Württemberg das Umweltinformationsgesetz nicht graue Theorie, sondern gelebte Praxis ist.

Abb. 1: Startseite des Daten- und Kartendiensts Umwelt-Daten und -Karten Online (UDO) der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW). Im Themenbaum (links) werden die neuen Stickstoffkarten angezeigt.

Abb. 1: Startseite des Daten- und Kartendiensts Umwelt-Daten und -Karten Online (UDO) der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW). Im Themenbaum (links) werden die neuen Stickstoffkarten angezeigt.

Abb. 2: Neue Stickstoffkarte in UDO: Ammoniak-Hintergrund-konzentration im Jahr 2009. Die Karte zeigt die modellierte Ammoniakkonzentration in Baden-Württemberg in der Luft (Jahresmittel in Mikrogramm pro Kubikmeter). Anwendungsbereich der Ammoniakkonzentration ist die Beurteilung der Belastung von Ökosystemen in Baden-Württemberg. Die Ammoniak-Hintergrundkonzentration ist erhöht in den Kreisen mit hohem Viehbesatz und steht in engem Zusammenhang mit dem Stickstoff-Überschuss nach der Hoftorbilanz.

Abb. 2: Neue Stickstoffkarte in UDO: Ammoniak-Hintergrund-konzentration im Jahr 2009. Die Karte zeigt die modellierte Ammoniakkonzentration in Baden-Württemberg in der Luft (Jahresmittel in Mikrogramm pro Kubikmeter). Anwendungsbereich der Ammoniakkonzentration ist die Beurteilung der Belastung von Ökosystemen in Baden-Württemberg. Die Ammoniak-Hintergrundkonzentration ist erhöht in den Kreisen mit hohem Viehbesatz und steht in engem Zusammenhang mit dem Stickstoff-Überschuss nach der Hoftorbilanz.

Abb. 3: Neue Stickstoffkarte in UDO: Stickstoff-Hintergrunddeposition im Jahr 2009. Die Karte zeigt die Gesamtdesposition an reaktivem Stickstoff in Baden-Württemberg (in Kilogramm Stickstoff pro Hektar und Jahr) differenziert nach der Landnutzung. Die Stickstoffhintergrunddeposition wird berechnet aus der nassen, trockenen und feuchten Deposition von reduzierten, oxidierten und organisch gebundenen Stickstoffverbindungen.

Abb. 3: Neue Stickstoffkarte in UDO: Stickstoff-Hintergrunddeposition im Jahr 2009. Die Karte zeigt die Gesamtdesposition an reaktivem Stickstoff in Baden-Württemberg (in Kilogramm Stickstoff pro Hektar und Jahr) differenziert nach der Landnutzung. Die Stickstoffhintergrunddeposition wird berechnet aus der nassen, trockenen und feuchten Deposition von reduzierten, oxidierten und organisch gebundenen Stickstoffverbindungen.

Abb. 4: Neue Stickstoffkarte in UDO: Stickstoff-Hoftorbilanz (Typ 3) im Mittel der Gemeinden. Die Karte zeigt den jährlichen Überschuss der Stickstoff-Hoftorbilanz im Mittel der Gemeinden (in Kilogramm Stickstoff pro Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche; entsprechend der Typ 3 Definition ohne Deposition). Der Überschuss der Stickstoff-Hoftorbilanz Typ 1 (einschl. Deposition) beziffert die Gesamtmenge der potenziellen jährlichen Austräge an reaktivem Stickstoff (NO3, NH3, N2O und andere) aus der Landwirtschaft in die Umwelt. Grenzwerte für den zulässigen Überschuss der Stickstoff-Hoftorbilanz (Critical Surplus) sind derzeit noch nicht festgelegt.

Abb. 4: Neue Stickstoffkarte in UDO: Stickstoff-Hoftorbilanz (Typ 3) im Mittel der Gemeinden. Die Karte zeigt den jährlichen Überschuss der Stickstoff-Hoftorbilanz im Mittel der Gemeinden (in Kilogramm Stickstoff pro Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche; entsprechend der Typ 3 Definition ohne Deposition). Der Überschuss der Stickstoff-Hoftorbilanz Typ 1 (einschl. Deposition) beziffert die Gesamtmenge der potenziellen jährlichen Austräge an reaktivem Stickstoff (NO3, NH3, N2O und andere) aus der Landwirtschaft in die Umwelt. Grenzwerte für den zulässigen Überschuss der Stickstoff-Hoftorbilanz (Critical Surplus) sind derzeit noch nicht festgelegt.

Abb. 5: Zu der neuen Karte Hochwasserrisikokarte gelangt man durch die Auswahl Wasser im Themenbaum, Ordner Hochwasserrisikomanagement

Abb. 5: Zu der neuen Karte Hochwasserrisikokarte gelangt man durch die Auswahl Wasser im Themenbaum, Ordner Hochwasserrisikomanagement

Abb. 6: Ausschnitt vom Rheinhafen Karlsruhe aus der neuen Karte Hochwasserrisikobewertungskarte

Abb. 6: Ausschnitt vom Rheinhafen Karlsruhe aus der neuen Karte Hochwasserrisikobewertungskarte

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