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Navteq, einer der beiden großen Kartendatenlieferanten für Navigationssysteme,
will nach der so genannten 3D-Kartendarstellung nun eine tatsächliche 3D-Stadtplananzeige möglich machen.
Dazu hat der Anbieter geographische Daten wie Länge, Breite und Höhe von Gebäuden in
13 europäischen Metropolen erfasst und mathematisch als Polygone definiert, die
rechnerisch auf die "Fußabdrücke", also den tatsächlichen Lageplatz auf der Landkarte, aufgesetzt werden.
In einem zweiten Schritt sollen die bislang noch eher unscheinbaren Gebäudeabbildungen
auch mit Oberflächenstruktur wie einem Dach, Backstein oder Glas versehen werden.
Neben sämtlichen Straßenzügen und ihren Häusern wurden zudem pro Stadt etwa 15 bis 30 Sehenswürdigkeiten
als 3D-Modell erfasst. Neben einer realistischeren Darstellung der
Umgebung verspricht Navteq vor allem bessere Orientierungsmöglichkeiten dadurch, dass
markante Punkte wie eine Kirche deutlich zu erkennen sind.
Die Datenmenge der 3D-Ansichten beläuft sich im Schnitt auf 2,5 MByte pro Quadratkilometer Stadt,
abhängig von der Anzahl der Bilder, die benötigt werden, um einen Straßenzug abzubilden.
Paris beispielsweise bedeckt eine Fläche von 90 Quadratkilometern, damit bleibt
die zu verwaltende Datenmenge unter 20 MByte.
Die Daten werden als jdf-Datei im Luftfahrtbereich, als
sif+
und navstreet-Format sowie in Zukunft vor allem als
rdf-Datei abgespeichert.
Derzeit testen laut golem.de verschiedene Navigationssystem-Hersteller und
Autobauer erste Prototypen mit den neuen Daten.
Navteq liefert Material von 73 Straßenmodellen in Europa und Nordamerika sowie
2.715 Sehenswürdigkeiten und markanten Stellen offiziell Ende 2007 aus.
Für 2008 ist geplant, dass auch normale Häuserblöcke und sonstigen Gebäude eine
Textur erhalten und die Darstellung damit der Realität noch näher kommt.
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