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Landkreis Main-Tauber: GISterm Web von disy wird zentrales Werkzeug
05.09.2007
 
Geodaten für jeden Mitarbeiter

Im Landratsamt Main-Tauber-Kreis haben die Mitarbeiter per Intranet Zugriff auf einen zentralen Bestand von Geoinformationen. Möglich wird dies durch das Räumliche Informations- und Planungssystem (RIPS) der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden Württemberg (LUBW) und den Einsatz von disy GISterm. Die in RIPS enthaltenen Geodaten sind aber nicht nur für die Umweltexperten von Interesse.

Das Landratsamt Main-Tauber-Kreis in Baden-Württemberg nutzt Daten des Räumlichen Informations- und Planungssystem (RIPS) der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW) innerhalb und auch außerhalb der Umweltbehörden. Die Entscheidung für disy GISterm beruhte insbesondere auf dem Vorteil, dass im RIPS-Datenbestand Geobasisdaten der Landesvermessung sowie Fachdaten der Umwelt- und weiterer Fachverwaltungen konsistent zusammengeführt und für eine einfache Nutzung vorbereitet sind. Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller Verwaltungsaufgaben mit Raumbezug können auf der Datenbasis von RIPS erledigt werden.

Ein Großteil der Umweltaufgaben war in Baden-Württemberg bereits 1995 auf die Stadt- und Landkreis übertragen worden, seitdem wurde eine enge IuK-Zusammenarbeit mit der LUBW und dem kommunalen DV-Verbund (DVV) aufgebaut. Nach der großen Verwaltungsreform 2005 sind die Aufgaben weiterer bis dahin selbstständiger Landesbehörden von den Kreisverwaltungen übernommen worden. "Durch die Zusammenfassung der Fachämter unter unserem Dach haben wir sechs verschiedene Geoinformationssysteme mit zum Teil gleichen Daten geerbt", schildert Dietmar Hirsch, Chef der Datenverarbeitung im Landratsamt.

Vor diesem Hintergrund hat das Umweltministerium gemeinsam mit anderen Ressorts, dem Landkreistag, dem Städtetag und dem Main-Tauber-Kreis die Konzeption für RIPS grundlegend überarbeitet. Die LUBW bietet in Kooperation mit dem DVV und mit disy als Dienstleister Softwarelösungen an, um auf der Basis des sehr umfassenden und homogenen Bestandes an Umweltdaten, örtliche Informationssysteme aufzubauen und diese mit eigenen Fachdaten zum Beispiel aus den Planungs- und Bauämtern anzureichern. Zu Gute kommt den Landkreisen und der LUBW dabei, dass zwischen ihnen in der Umweltverwaltung bereits seit über 10 Jahren ein eingespieltes System regelmäßiger Datenflüsse besteht, das die LUBW zum zentralen Geodatenlieferanten für die Landkreise werden ließ.

Das Landratsamt Main-Tauber-Kreis nutzt seit Anfang Juli die neuen Möglichkeiten mit Hilfe von disy GISterm Web. Die Software stellt als Web-GIS über einen so genannten Web Mapping Service (WMS) von einem zentralen Server aus die Geodaten in jedem gängigen Web-browser zur Verfügung. Die Pflege und auch die Lizenzkosten für Desktoplösungen können entfallen. Dem Nutzer werden Werkzeuge zum Betrachten der Daten zur Verfügung gestellt, die ohne großen Schulungsaufwand eine intuitive Handhabung erlauben. So lassen sich die Karten im Browser beispielsweise zoomen und verschieben, Objekte in der Karte können angeklickt werden, um weitergehende Informationen zu erhalten und ein Ausdruck ist über die entsprechende Funktion des Browsers problemlos möglich.

Bereits in den ersten Wochen nach Einführung des neuen Intranet-Dienstes haben über ein Drittel der Mitarbeiter des Landratsamtes aus allen Fachbehörden von diesen Möglichkeiten Gebrauch gemacht, berichtet EDV-Chef Hirsch. Er hofft auf Synergie-Effekte, wenn zum Beispiel die Mitarbeiter der Planungsämter jetzt direkt an ihrem Arbeitsplatz die Altlastenkataster aus der Umweltverwaltung einsehen können. So können Stellungnahmen in Planungsverfahren schneller abgegeben werden. Bislang waren dazu zeitaufwändige Rückfragen in den jeweiligen Fachämtern erforderlich.

Noch mehr Vorteile verspricht sich das Landratsamt, wenn zusätzlich die Kommunen der Rahmenvereinbarung über den Geobasisdatenbezug zwischen Landesvermessungsamt, Gemeindetag und Städtetag beitreten und ebenfalls an GISterm Web angebunden werden. Derzeit wirbt der Landkreis Main-Tauber bei seinen Kommunen dafür und trifft auch auf großes Interesse. In einem weiteren Schritt ist geplant, dass auch die Bürger per Internet auf ausgewählte Daten zugreifen können.

disy GISterm wird in der neuen Version 3.9 auf der Intergeo 2007 in Leipzig Halle 1, Stand F1.605 gezeigt.

 

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