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Weltweit sicher vernetzt
19.02.2008
 
Nutzung von Open Source im Auswärtigen Amt

doit-online.de     In ihrem Beitrag auf doit-online.de berichtet Gitta Rohling über das Auswärtige Amt und seine Migration auf Linux als Betribssystem.

Das Auswärtige Amt mit seiner weltweiten Infrastruktur und seinen hohen Sicherheitsanforderungen hatte bereits vor sechs Jahren begonnen, seine IT-Infrastruktur auf Open Source umzustellen. Vorteile sind die höhere Wirtschaftlichkeit und größere Sicherheit der IT-Systeme sowie hoch motivierte IT-Mitarbeiter. Und das alles zu moderaten Kosten: Das Auswärtige Amt gilt als die Bundesbehörde mit den niedrigsten Pro-Kopf-Kosten im IT-Bereich.

Neben der Zentrale in Berlin und Bonn umfasst der Bereich des Auswärtige Amts 226 Auslandsvertretungen (Botschaften und Generalkonsulate) mit insgesamt rund 11.000 IT-gestützten Arbeitsplätzen.

Bis zum Jahr 2001 war das Auswärtige Amt kaum vernetzt und wie viele Behörden von proprietärer Software dominiert. Im Anschluss an eine Reorganisation der IT-Referate wurde beschlossen, die Vollvernetzung der Zentrale mit allen Auslandsvertretungen zu erreichen und moderne Internettechnologien wie Virtual Private Network (VPN) zu nutzen. Aufgrund geringer finanzieller Mittel sollten hohe Folgekosten vermieden werden. Auf langwierige vorbereitende Studien wurde dabei bewusst verzichtet. Vielmehr wurden immer pragmatische Lösungen gewählt.

Die Entscheidung fiel daher auf Server, die mit Open-Source-Software ausgestattet wurden. In den Jahren 2002 bis 2003 fand dann der Rollout der Server, Clients und Netzwerkkomponenten an allen Auslandsvertretungen statt.

In der Zentrale erfolgte der Umstieg Mitte 2005, auch unter Einbeziehung von Terminalserver-Lösungen. Im Sommer 2005 fand dann das größte Migrationsprojekt statt: die Umstellung auf Ethernet, ausschließlich Debian-Server und Multiboot-Clients. Wesentliche Serversoftware ist u. A. OpenLDAP und Samba 3. Debian wird in einem gemischten 32-/64-Bit-Modus betrieben, d. h. mit 64-bittigem Systemkern und 32-bittigem Benutzermodus. Neue Fachanwendungen werden webbasiert entweder mit JBoss9, Perl oder PHP implementiert.

Das Beispiel der Linux-Migration des Auswärtigen Amts zeigt, dass es auch in einer größeren und geografisch weit verteilten Institution möglich ist, in verhältnismäßig kurzer Zeit eine auf Open Source basierende IT-Infrastruktur aufzubauen.

Weitere Informationen: http://www.opensourc...
Quelle: doit-online.de

 

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