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In fünf Themenbereiche haben die Herausgeber des Bandes die Beiträge zweier Konferenzen in Bernburg und Dessau
gruppiert. Sie haben dabei das im Titel abgesteckte Themenfeld in seinen aktuell bearbeiteten Dimensionen
umfangreich (470 S.) umrissen und bezüglich des Spielformentripels Philosophie, Experiment, Pragmatik mit
ausgewählten Beiträgen vertieft.
Hinter der Rubrik "e;Introduction"e; verbergen sich als Key-Notes Einlassungen zur Bedeutung von
Visualisierungen und Strukturierungen
in der landschaftsbezogenen Kommunikation. Das Verhältnis von Analyse und Entwurf zur Virtualität wird in der
zweiten Gruppe von
Beiträgen thematisiert. Dabei werden sowohl neue technische Möglichkeiten und Grenzen
ausgelotet wie auch die Beziehung zu
Disziplinen wie Kunst und "e;Complexity Science"e;. Abteilung 3 des Bandes ist
der durchaus zentralen Thematik "e;Visualisierung und
Partizipation"e; gewidmet. Die meisten der Beiträge hierzu bleiben in der Darstellung von technischen Problemen bzw. deren Lösung
verhaftet und lediglich zwei der acht Beiträge (Podevyn et al.: Global Visualisation Engines - Issues for Urban Landscape Planning
Participation Process sowie Schroth et al.: Transfering Control to the User - Interactivity as an Approach towards Participatory
Visualisation Processes) bearbeiten das Thema explizit aus Nutzer- und Nutzungssicht. Dennoch spiegeln die überaus illustrativen
Beiträge den aktuellen Stand im Bereich der Visualisierungstechnik und deren Einsatz wider.
Die Schlüsselvoraussetzung für den effektiven Einsatz von Visualisierungstechniken in Verwaltung und raumbezogener Planung besteht
in einem funktionierenden und standardisierten Geodatenmanagement. Die Beiträge des Bandes zu diesem Thema im vierten Teil des
Bandes könnten auch als eigenständige Publikation herausgegeben werden und spannen den Bogen zur noch offenen Frage nach der
Allagstauglichkeit von Virtualisierungs- und Visualisierungskonzepten.
OKSTRA,
Xplanung,
AFIS-ALKIS-ATKIS,
INSPIRE und
BIM sind
die Fachkürzel, die hier diskutiert werden.
Im fünften und abschließenden Kapitel schließlich wenden sich die Beiträge wieder den eher beschaulichen
Seiten des Themas zu: Die
Möglichkeiten der virtuellen historischen Rekonstruktion von und die
Entwicklung von Informationssystemen
zu Gärten und Parks
werden an anschaulichen Fallbeispielen und Projekten vogestellt.
Insgesamt setzt der
2008er Band
die etablierte Wichmann-Serie zum Thema in gewohnter Qualität und Aktualität fort und stellt nach
wie vor, vergleichbar zu den Bänden zum AGIT-Symposium, die zentrale Veröffentlichung zum State-Of-the-Art dar.
Den Herausgebern
ist es auch mit diesem Band gelungen, eine hochinteressante und breitgefächerte Darstellung von Diskurs und Innovation des
Einsatzes digitaler Techniken in der Landschaftsarchitektur (und -planung) zu liefern.
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