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RAID-Technologie
01.01.2000
 

R³diger Buck-Emden, J³rgen Galinow: Die Client/Server-Technologie des SAP-Systems R/3     RAID-Systeme (redundant array of independent disks) verbinden einzelne Magnetplatten zu einem Speicher-Subsystem, das gegenüber dem Betriebssystem wie eine einzige, virtuelle Platte erscheint. Solche Systeme setzen sich grundsätzlich aus drei Komponenten zusammen:

  1. Disk Array aus magnetischen Speicherplatten,
  2. Hardware-Controller zur Steuerung des Disk Arrays,
  3. Verwaltungssoftware, die den schreibenden und lesenden Zugriff auf die Speichereinheit steuert. Bei HArdware-RAID ist diese Software im Controller implementiert, beim Software-RAID wird die Software auf dem Rechner (z.B. aufdem Server-System) durchgeführt.

Es werden sechs verschiedene RAID-Levels unterschieden, von denen folgende von praktischer Bedeutung sind:

  • RAID 0: Data Striping Array (DSA) ohne Parity: Bei RAID 0 werden abzuspeichernde Daten entsprechedn der Sektorgröße der Platten in Blöcke zerlegt und diese parallel auf die Platten verteilt. RAID 0 bietet eine hohe Schreib-/Lese-Leistunge ohne Erhöhung der Zuverlässigkeit der Datenspeicherung.
  • RAID 1: Data Striping Array (DSA) ohne Parity: Bei RAID wird jeder Datenblock zweimal, einmal auf der Datenplatte und einmal auf der Spiegelplatte. Dies führt zu einer erhöhten Datensicherheit, bedingt zum anderen auch bis zu 50% Speicher-Overhead.
  • RAID 3: Parallel Disk Array (PDA): Bei RAID 3 werden die Daten Byte für Byte parallel in jeweils denselben physikalischen Sektor der RAID-Platten geschrieben. Auf einer weiteren Platte wird zusätzlich eine Prüfsumme für die Fehlerkorrektur gespeichert. Fällt eine Platte aus, dann deren Informationsgehalt aus der Prüfsumme rekonstruiert werden. Da die Datenblöcke grundsätzlich über mehrere Platten verteilt werden, spricht man auch von Parallel Disk Array. RAID 3 generiert nur einen geringen Speicher-Overhead und bietet hohe Sicherheit und Übertragungsraten speziell beim Zugriff auf große Datnblöcke.
  • RAID 5: Independent Disk Array (IDA): RAID 5-Systeme speichern ähnlich wie RAID0-Systeme Daten entsprechend der Sektorgrößeblockweise und parallel auf den Platten; zusätzlich wird eine Prüfsumme für die Fehlerkorrektur bestimmt. Die Prüfinformation wird allerdings nicht wie RAID 3 auf einer speziellen Platte gespeichert, sondern über alle Platten des Disk Arrays verteilt.
    RAID 5 ist besonders für den Zugriff auf kleine Datenblöcke von Interesse, da mehrere solcher Zugriffe parallel abgearbeitet werden können; RAID 5 wird deshalb auch als Independent Disk Array bezeichnet. Es zeichnet sich durch geringenSpeicher-Overhead und hohe Sicherheit aus.
Teilweise werden von Herstellern Systeme mit weiteren RAID-Levels angeboten, z.B. RAID 5 Plus, RAID 6 oder RAID 7. Dabei handelt es sich um herstellerspezifische Ansätze zur weiteren Verbesserung von Zuverlässigkeit und Datenübertragungsraten.
Quelle: R³diger Buck-Emden, J³rgen Galinow: Die Client/Server-Technologie des SAP-Systems R/3 , R³diger Buck-Emden, J³rgen Galinow

 

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