Zusammenfassung
XML hat sich weltweit als Standard für den Austausch von Daten und für die Interoperabilität
von Anwendungen etabliert. Für Geoinformatik und Kartographie sind XML-basierte Sprachen
wie GML SVG und andere von großer Bedeutung. Für den Geodatenaustauschs ist GML3 der derzeit
umfassendste Standard zur Repräsentation von Geodaten, der sich als ISO/CD 19136-Standard in
Bearbeitung befindet. Aufbauend auf vordefinierten Basis-Schemata lassen sich eigene,
anwendungsspezifische Schemata aufbauen und 0D-, 1D-, 2D- und 3D-Geometrien modellieren
und übertragen. Dabei werden die notwendigen Elemente und Datentypen unter Nutzung einfacher
Typen sowie durch Ableitung von abstrakten GML-Datentypen deklariert. In Instanzdokumenten
werden dann Geo-Objekte mit ihren Geometrie- und Fachattributen definiert bzw. durch geeignete
Programme erzeugt.
Kennzeichnend für die aktuelle Version von GML ist sicher die hohe Komplexität, die eine
entsprechende Einarbeitung voraussetzt. Für die Entwicklung eigener Anwendungsschemata
existieren IT-Werkzeuge, so dass diese aus UML-Modellen automatisiert abgeleitet werden
können (Düren 2005) oder mittels XML-Editoren wie XML-Spy direkt erstellt werden können (Abitew 2005).