GIS-Austauschformate ...

IFF-Format


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Übersicht:


Bezeichnung Interchange File Format
Allgemeine Beschreibung:  
Bedeutung:  
Struktur  
Historie:  
Zuständigkeit  

Quellen:

  • IBM geoGPG for AIX, Version 2: Interface Format Definition, Second Edition, Nov. 1996, GC28-1267-01 

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Formatbeschreibung

Grundlage

Um den Datentransfer zwischen Bearbeitungs- und Datenhaltungssystem innerhalb des Geographisch-technischen Informationssystems (GTIS) zu ermöglichen, wurde das Interfaceformat IFF definiert. Da die Interfaceschnittstelle auf konventionellen Dateien basiert, wird zum einen die Unabhängigkeit bei Systemänderungen gewährleistet, zum anderen wird der Datenaustausch auch mit anderen Systemen möglich. Daten im Interfaceformat können sowohl zur Eingabe in den Workspace als auch zur Ausgabe für die weitere Verarbeitung in externen Programmen verwendet werden. Letzteres trifft zu, wenn Daten aus dem Workspace in einer externen Datenbank, z.B. einer SQL-Datenbank, gespeichert werden sollen. Ein Beispiel für den ersten Fall ist die Übernahme von Daten aus anderen System wie z.B. SICAD/GDB.

Eine Datei im Interfaceformat enthält alle Daten, die zur Definition von geographischen Objekten notwendig sind. Dazu gehören Ortsangaben, Verbindungsinformationen, Attributwerte und Grafikdaten. Diese Informationen werden in den folgenden Satztypen gespeichert:


Header- und Group-Identifier-SĄtze

Der Header-Datensatz

Ein Header-Datensatz ist optional. Wenn er vorhanden ist, ist er der erste Satz in einer Interfacedatei. Feldwerte sind z.B. Benutzerkennung und Erstellungsdatum und -uhrzeit. Beim Übernehmen von Daten aus "externen Quellen", wie z.B. SICAD/GDB, wird allerdings empfohlen, auf die Erstellung eines Headersegments zu verzichten.

Der Header-Datensatz besitzt folgenden Aufbau:

$H ist eine 2 Byte lange Konstante zur Identifizierung des Header-Datensatzes.

Der identifier name belegt 23 Bytes und enthält einen identifizierenden Namen oder Schlüssel.

Das Feld interface library data enthält die Daten, die in das Headersegment der GDBS-Datenbank übertragen werden sollen. Dieses Feld ist je nach Anwendung unterschiedlich lang.

Der Group-Identifier-Datensatzes

Ein Group-Identifier-Datensatz dient zur Trennung von Gruppen von zusammengehörenden Sätzen innerhalb der Interfacedatei. Auch beim Group-Identifier-Datensatz soll nur der Aufbau erklärt werden, da er für die Umsetzung von SICAD/DGB-Daten keine Bedeutung hat.

Das Feld länge ist wieder ein 2 Byte langes Integerfeld, das die Länge des Group-Identifier-Datensatzes inklusive dem Längenfeld selbst angibt. ' $G' ist eine 2 Byte lange Konstante zur Identifizierung des Group-Identifier-Datensatzes. ' INF ' ist eine 4 Byte lange Konstante und besagt, daß es sich bei den folgenden Daten um Daten im Interfaceformat handelt. In diesem Feld könnte auch der Wert 'WSF ' eingetragen sein. Das würde bedeuten, daß es sich bei den folgenden Daten um die Daten eines gesamten GPG-Arbeitsbereiches handelt. Als dritter und letzter Wert könnte 'ERR ' eingetragen sein. In diesem Fall würde es sich um fehlerhafte Sätze handeln, die beim Versuch des Einlesens in den GPG-Arbeitsbereich von GDBS gekennzeichnet worden sind.


Prefix-Area-Format

Die Prefix Area ist das erste Teilfeld im Interface-Datensatz. Sie hat immer eine feste Länge von 22 Bytes und besteht aus den folgenden vier Feldern:

Prefix Area 
Record
Length
Interface
Record ID 
Retrieval
Flags 
Update
Flags 
Interface
Key Field 
Segment
Field 


Segment-Key-Format

Interface Key Field 
Old Interface
Key Length
Old Interface
Key Data 
New Interface
Key Length
New Interface
Key Data 


Attributdaten-Segment-Format


Graphikdaten-Segment-Format


Picture Pieces

Die Picture Pieces legen die graphische Darstellung des Bildes fest. Picture Pieces sind im Gegensatz zu den vorangehenden Teilen des Interface-Datensatzes nicht byteorientiert, sondern halbwortorientiert. Ein negatives Längenfeld für das Picture Piece zeigt an, daß das betreffende Bildteil im Moment nicht sichtbar ist.

Angle angle gibt die Orientierung der graphischen Daten relativ zu einer Ost-West-Achse (Ost = 0â, West = 180â) an. angle wird als 2 Byte Integerhalbwort gespeichert und im Gegenuhrzeigersinn gemessen.
DX, DY
Field ID
Length
Num Pts Anzahl der X-/Y-Koordinatenpaare, die in diesem Picture Piece folgen. num pts wird ebenfalls als 2 Byte Integerhalbwort gespeichert.
Num Refs
Ref1, Ref2, ...
Size Größe jedes Zeichens für einen Textstring oder ein Symbol fest. size wird als 2 Byte Integerhalbwort gespeichert.
Symbol ID Symbolnummer in der Symboltabelle, wird ebenfalls als 2 Byte Integerhalbwort gespeichert. GPG unterstützt das sogenannte "Symbol Planing", d.h. innerhalb eines Symbolsatzes werden je 255 Symbole in einer Plane zusammengefaßt. Die erste Plane ist standardmäßig mit dem EBCDIC-Zeichensatz belegt. Durch ein Font-Picture-Piece (siehe unten) kann ein neuer Symbolsatz aktiviert werden.
X1, Y1 X2, Y", ... Die Werte bilden jeweils ein Koordinatenpaar (Referenzpunkt), das die Distanz in Ost- und Nord-Richtung zum Base Point des Bildsegments angibt. Die beiden Werte werden als 2 Byte Integerhalbworte gespeichert, sodaß ein Offset von ±32767 Datenbankeinheiten in beide Richtungen vom Base Point realisiert werden kann.
Text String


Beispieldaten


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Literatur


Kant, R., 1997: Standards für den Austausch - Ein multinationaler Lösungsansatz zur Einsparung von Ressourcen. Vermessungswesen und Raumordnung 59/1+2 (Februar 1997)

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